Praxis für Physiotherapie
Frank Lachnit

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44329 Dortmund

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Gesundheitsnews





Knieschmerzen – irgendwann trifft es jeden

Ursachen und Behandlung typischer Beschwerden

Berlin im Oktober 2017. Nicht nur Profi-Fußballer oder Skifahrer müssen oft aufgrund von Kniebeschwerden eine Zwangspause einlegen. Auch unzählige Nichtsportler leiden regelmäßig unter Schmerzen in diesem Gelenk. Knieprobleme gehören neben Rückenschmerzen zu den am häufigsten auftretenden Gelenkerkrankungen. Das hat einen einfach Grund: Das Knie ist nicht nur das größte Gelenk des Menschen, sondern auch das mit dem kompliziertesten Aufbau. Es gehört zu den Drehscharniergelenken, das bedeutet, es lässt sowohl Dreh- als auch Beugebewegungen zu. Früher oder später verursacht das Gelenk dadurch bei den meisten Probleme, weil es täglich sehr starken Belastungen standhält. „So wirkt beim Gehen das Sechsfache des Körpergewichts auf das Knie. Zu den typischen Auslösern für Probleme zählen neben akuten Verletzungen, beispielsweise durch Stürze beim Fahrradfahren oder Skilaufen, auch Abnutzungserscheinungen des Knorpels“, weiß Dr. med. Johannes Knipprath, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und ärztlicher Leiter der Avicenna Klinik Berlin.

Kleiner Schnitt – große Wirkung: Arthroskopie Menisken sind halbmondförmige aus Knorpelzellen bestehende Scheiben, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, das Kniegelenk zu stabilisieren und den Gelenkknorpel zu schützen. Sie vergrößern die Fläche der Gewichtsübertragung zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein und dienen somit als Puffer. Verletzungen in diesem Bereich entstehen häufig durch Sportunfälle. So rufen starke Belastungen Degenerationserscheinungen hervor, die dazu führen können, dass die Menisken auch bei alltäglichen Bewegungen reißen. Betroffene spüren Verletzungen hierbei durch plötzlich auftretende stechende Schmerzen. „Interessant dabei ist, dass nicht der Meniskus selbst schmerzt, weil dort keine Nervenenden verlaufen. Vielmehr klemmt der abgerissene Teil oftmals im Gelenkspalt ein und blockiert das Knie. Betroffene können es dann nicht mehr vollständig beugen und strecken. In diesem Fall rate ich, umgehend einen Arzt aufzusuchen“, erklärt Dr. Knipprath. Mithilfe von manuellen Tests und MRT-Bildern lokalisieren Ärzte die Verletzung. Verspüren Patienten nur geringe Einschränkungen im Alltag, erfolgt zunächst eine konservative Behandlung. Ergänzend hierzu muss zur Stabilisierung des Gelenks eine Stärkung der Muskulatur erfolgen, um so weitere Abnutzungserscheinungen zu vermeiden. Bei starken Beschwerden und Einschränkungen entfernen Operateure durch einen minimalinvasiven Eingriff, der sogenannten Arthroskopie, entweder den störenden Teil des Meniskus oder nähen den Meniskus. Bereits nach kurzer Zeit können Betroffene ihr Knie wieder voll belasten.

Mit körpereigenem Knorpel gegen Schmerzen Knieschmerzen während des Heruntergehens einer Treppe stellen oftmals einen Hinweis auf Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, dar. Sie entsteht immer dann, wenn eine Dysbalance zwischen Belastung und Belastbarkeit des Knorpels vorliegt. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. Mit zunehmendem Alter verliert der Knorpel an Elastizität und wird spröde. Aber auch Verletzungen, Fehlstellungen oder Übergewicht, die eine Instabilität des Gelenks verursachen, haben eine verstärkte Belastung des Knorpels zur Folge. Während manche Menschen mit einem Knorpelschaden keinerlei Schmerzen verspüren, leiden andere bei jedem Schritt. Einmal degenerierte Knorpelsubstanz erholt sich nicht wieder von allein. Bis vor Kurzem galt eine Kniespiegelung bei der Mediziner die Knorpel- und Gelenkflächen glätten als bewährte Methode. Dieses Vorgehen bringt den Patienten in den meisten Fällen jedoch keine langfristige Linderung. „Als Alternative eignet sich die sogenannte matrixgestützte Mikrofrakturierung. Dabei durchbohren Mediziner durch den Knorpeldefekt hindurch den darunterliegenden Knochen und erzeugen eine Blutung. Auf diese Weise gelangen frische Stammzellen an die Knochenoberfläche und bilden ein belastbares Narbengewebe, das als Ersatzknorpel dient“, so der Facharzt. Bei größeren Knorpelschäden bietet sich das Verfahren der Knorpelzelltransplantation an. Hierbei entnimmt der Arzt gesunde Knorpelzellen, die in einem Labor vermehrt und anschließend in einem zweiten Eingriff als Transplantat eingesetzt werden.

Individualisierte Planung dank 3-D-Modellen Falls der Knorpelschaden bereits so weit fortgeschritten ist, dass gelenkerhaltende Eingriffe keine Behandlungsalternativen mehr darstellen, besteht die Möglichkeit einer Kniegelenkersatzoperation. Mithilfe der sogenannten patientenindividualisierten Instrumentierung fertigen Operateure auf Grundlage von MRT- oder CT-Bildern zunächst ein 3-D-Modell an. Anschließend erfolgt eine Computersimulation des Eingriffes. „Danach lasse ich Kunststoff-Operationsschablonen anfertigen, die das passgenaue Einsetzen des Implantats um ein Vielfaches erleichtern. Auf diese Art und Weise lässt sich ein frühzeitiges Lockern der Prothese vermeiden“, so der Facharzt abschließend.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.


Große Wirkung: Ausdauertraining bei Herzschwäche

Ausdauertraining erhöht die Leistungsfähigkeit bei Herzschwäche / Schonung schadet: „Bei vielen Ärzten noch nicht angekommen“ (Frankfurt a. M., 25. Oktober 2017)

Luftnot schon bei leichter Anstrengung wie Treppensteigen und rasche Ermüdbarkeit – daran erkennt man die chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz), an der in Deutschland nach Schätzungen zwei bis drei Millionen Menschen leiden. Früher galt: Bei Herzschwäche muss man sich schonen. Heute weiß man, dass regelmäßige Bewegung und Ausdauersport helfen bei Patienten mit chronischer Herzschwäche diese Beschwerden zu lindern. „Untersuchungen zum regelmäßigen Ausdauertraining an 800 Patienten haben gezeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit sogar um zehn bis 25 Prozent verbessern lässt – je nach Intensität und Dauer des Trainingsprogramms. Bewegung bei Herzschwäche ist ungefährlich. Leider ist diese Erkenntnis in der Praxis bei vielen Ärzten noch nicht angekommen“, betont Dr. med. Marcus Sandri, Kardiologe am Herzzentrum Leipzig – Universitätsklinik. „Eine Bewegungstherapie sollte man bei dieser schweren Erkrankung jedoch nur nach gründlicher Untersuchung durch den Herzspezialisten und unter fachlicher Aufsicht beginnen“, rät Dr. Sandri in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“ der Deutschen Herzstiftung, der kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) angefordert werden kann. Eine Bewegungstherapie ist generell für alle Patienten mit einer stabilen Herzschwäche (Stadien II bis III nach der NYHA-Einteilung*) möglich.

Training verhindert fatalen Muskelabbau In der Herzschwächetherapie geht man davon aus, dass durch die Herzschwäche und damit verbundene Entzündungsreaktionen Muskelgewebe abgebaut wird, was zu schnellerer Erschöpfung und Überbelastung der verbleibenden Muskulatur führt. Diesem Abbau setzt man ein Ausdauertraining entgegen. Ziel ist nicht in erster Linie die Verbesserung der Herzleistung, sondern zu verhindern, dass die Patienten durch fehlende körperliche Belastungen immer mehr Muskelmasse verlieren und schlechter belastbar werden. „Verlust an Muskelmasse bei Patienten mit chronischer Herzschwäche erhöht das Risiko einer Krankenhauseinweisung und verschlechtert die Prognose“, warnt Dr. Sandri. Das muss aber nicht sein, wie Untersuchungen gezeigt haben. „Krankenhauseinweisungen und Todesfälle durch Herzschwäche nehmen dank des Ausdauertrainings ab.“

Training mit Herzschwäche: Was eignet sich am besten? Bei Herzschwäche empfehlen sich körperliche Aktivitäten, bei denen viel Bewegung mit vergleichsweise wenig Kraftaufwand möglich ist: Spazierengehen, längeres Wandern, Nordic Walking, Radfahren und bei gut trainierten Patienten auch Skilanglauf. In den ersten Wochen eines Ausdauertrainings sind eine ärztliche Überwachung sowie EKG und Blutdruckmessungen während der Übungen zu empfehlen. Ein Ausdauertraining mit dem Fahrradergometer beginnt in den ersten Wochen bei sehr niedriger Intensität (40 bis 50 % der Herzfrequenzreserve) für zehn Minuten zweimal am Tag. Wird dieses leichte Training gut vertragen, kann es unter ärztlicher Kontrolle gesteigert werden. Wird das Trainingsprogramm unter ärztlicher und sporttherapeutischer Anleitung insgesamt gut vertragen, kann man es nach Beendigung zu Hause fortsetzen. Tipp: Training in der Herzsportgruppe, die mit einem Sporttherapeuten mindestens einmal wöchentlich Übungen speziell für Herzpatienten anbietet und von einem Arzt begleitet wird, hilft Ängste abzubauen und sich mit Betroffenen auszutauschen.

Wo Medikamente zwar weniger helfen, dafür aber Bewegung Körperliches Training wirkt sich auf günstig auch auf die diastolische Herzschwäche aus, die auf einer Füllungsstörung des Herzens beruht und deren Therapie noch nicht so gut erforscht ist wie bei der (systolischen) Herzschwäche, die auf einem Verlust der Pumpkraft des Herzens beruht. Während mit Medikamenten allenfalls kleine Effekte erzielt werden können, eignet sich ein kombiniertes Ausdauer-/Krafttraining sehr gut, die Situation von Patienten mit diastolischer Herzschwäche zu verbessern. Körperliches Training verbessert bei diastolischer Herzschwäche die Leistungsfähigkeit, die Lebensqualität und Elastizität des Herzmuskels, wie die Europäischen Leitlinien zur Herzschwäche 2016 betonen. „Wer sein Ausdauertraining mit einem Krafttraining kombinieren möchte, sollte unbedingt auf eine gezielte Atemtechnik mit Ausatmen in der Belastungsphase achten, um die gefährliche Pressatmung zu vermeiden“, rät Dr. Sandri.


Hexenschuss – wenn plötzlich nichts mehr geht

5 Tipps, die wirklich helfen

Berlin im Oktober 2017. Fast jeder kennt das Gefühl: Eine falsche Bewegung im Haushalt oder beim Sport und schon ist es passiert – ein Hexenschuss. Insbesondere in der kalten und nassen Jahreszeit klagen viele wieder vermehrt über plötzlich auftretende lähmende Rückenschmerzen. Ein Hexenschuss schränkt Betroffene stark ein, ist jedoch harmlos. Zurückzuführen lassen sich die Schmerzen auf plötzlich auftretende Muskelverspannungen und Nervenreizungen, beispielsweise aufgrund einer Arthrose der kleinen Wirbelgelenke. „Anders als oft vermutet liegt der Hauptgrund für das vermehrte Auftreten in der kalten Jahreszeit jedoch nicht in den sinkenden Temperaturen. Vielmehr bewegen sich die Menschen bei schlechtem Wetter weniger, weil sie mehr Zeit sitzend in ihrer kuschligen Wohnung verbringen oder selbst für kurze Wege das Auto oder den Bus benutzen. Bewegungsmangel ist jedoch Gift für den Rücken“, so Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin. Er gibt Ratschläge, wie sich Betroffene umgehend selbst helfen, und erklärt, wann es doch ratsam ist, einen Arzt aufzusuchen:

1. Wirbelsäule entlasten
Die Stufenlagerung entlastet die Wirbelsäule. Hierfür legen sich Betroffene für etwa zehn Minuten flach auf den Rücken und lagern die Unterschenkel auf einem Stuhl oder einem vergleichbaren Gegenstand, sodass zwischen Ober- und Unterschenkel ein rechter Winkel entsteht. Anschließend langsam wieder aufrichten und sich vorsichtig in Bewegung setzen.

2. Wärme hilft!
Bekannte Hausmittel wie Heizdecken, Kirschkernkissen, Wärmeflaschen oder auch eine Rotlichtlampe fördern effektiv die Durchblutung der Rückenmuskulatur und helfen so dabei, diese zu entspannen. Dadurch lassen die Schmerzen langsam, aber sicher wieder nach.

3. Bewegung – gewusst wie
Früher galt, dass bei einem Hexenschuss vor allem Ruhe und Schonung hilft. Dieser Standpunkt ist jedoch längst überholt. Anstelle von Ruhigstellung, die oftmals die Verspannungen der Muskeln verstärkt, sollten Betroffene sich lieber leicht bewegen. Als besonders empfehlenswert gelten hier ausgedehnte Spaziergänge oder Bewegung in warmem Wasser. Mithilfe von zusätzlichem leichtem Dehnen oder Stretchen lassen Schmerzen schnell wieder nach.

4. Kleine Schmerz-Auszeit durch Tabletten
Bei sehr starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen empfiehlt es sich, muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente zu verwenden. Allerdings sollte die Einnahme nicht länger als ein paar Tage erfolgen.

5. Wenn alles nicht hilft: Arzt aufsuchen
Wenn Schmerzausstrahlungen in den Beinen, Taubheitsgefühle und Kraftminderung auftreten oder wenn die Schmerzen nach zwei Tagen nicht nachlassen, sollte eine Abklärung durch einen Facharzt erfolgen. Viele versprechen sich durch eine Schmerzmittelinjektion ein schnelles Nachlassen der Beschwerden. Jedoch birgt jede Spritze immer das Risiko von Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Blutergüsse oder Entzündungen. Deshalb empfiehlt sich eine sorgsame Abwägung der Vor- und Nachteile in einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch. Früher bekamen Patienten oft auch Kortison in die Gesäßmuskulatur injiziert. Von dieser Methode nehmen viele Ärzte mittlerweile Abstand, weil hierbei das Risiko besteht, dass dadurch Abszesse oder Nekrosen entstehen.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.